CFDs - Contracts for Difference

CFD - Orderarten

Die limitierte Order

Ein Limit ist eine Preis-/Kurs-Grenze, die Sie bei einem Kauf oder Verkauf Ihrer Position für die Ausführung Ihrer Order angeben. Ein Order-Limit ermöglicht Ihnen das Festlegen eines bestimmten Kurses, bei dessen erreichen die Order ausgeführt wird. Die Limitierung kann also bei einer Kauf-Order sinnvollerweise niedriger gesetzt werden, als der aktuelle Kaufkurs. Wenn der Kurs auf Ihr angegebenes Limit-Niveau fällt, wird Ihre Kauf-Order ausgeführt. Für eine Verkauf-Order ist dementsprechend ein höherer Kurs als der aktuelle Kurs für das Limit sinnvoll.

Beispiel für eine Limit-Order:

Sie möchten 1000 VW-CFDs kaufen (Long gehen), weil Sie generell steigende Kurse für VW erwarten. Der Kurs der VW-Aktie steht mit 118 € jedoch gerade recht hoch und Sie erwarten eine kurzfristige Reaktion nach unten bis auf 115 €. Sie setzen auf diese Reaktion und möchten günstiger einkaufen, als der Kurs aktuell steht. Sie setzen ein Kauf-Limit bei einem Kurs von 115,20. Solange der Kurs der VW-Aktie über diesem Wert steht, wird Ihre Kauf-Order nicht ausgeführt. Tatsächlich fällt der Kurs der VW-Aktie und beim erreichen von 115,20 wird Ihre Order ausgeführt.




Die Stop-Order

Mit einer Stop-Order können Sie Ihr Verlustrisiko eingrenzen (Stop-Loss) oder auf einen Trend mit steigenden Kursen aufspringen und kaufen (Stop-Buy).

Mit einem Stop-Loss-Limit setzen Sie für eine Verkaufsorder einen Stop-Kurs, bei dessen Erreichen Ihre Position aufgelöst wird und Ihre Verluste in einem fallenden Markt begrenzt werden.

Mit einem Stop-Buy-Limit können Sie einen (höheren) Kurs festlegen, bei dessen erreichen eine neue Position für Sie eröffnet wird. Daher können Sie auch von einem plötzlichen Anziehen eines Kurses profitieren, wenn Sie ab einem bestimmten Niveau von weiteren Kurssteigerungen ausgehen.

Beispiel einer Stop-Loss-Order

Sie halten eine Long-Position von 1.000 VW-CFDs, die Sie zu einem Kurs von 115,20 € gekauft haben. Sie sind zwar der Meinung, dass der Kurs der VW-Aktie steigen wird, möchten aber im Falle sinkender Kurse kein zu hohes Risiko eingehen und setzen daher ein Stopp-Loss-Limit bei 110 €. Sollte nun der Kurs der VW-Aktie auf 110 € fallen, wird Ihre Order zu einer ganz normalen Market-Order (ohne Limit) und dann so schnell wie möglich zum aktuellen Preis gehandelt. Dieser Preis kann auch unter 110 € liegen, wenn z. B. der Markt weit unter dem Schlusskurs des vorigen Tages eröffnet. Dieses Risiko können Sie bei den meisten CFD-Brokern mit einer garantierten Stopp-Order umgehen. Für das erteilen einer garantierten Stop-Order werden häufig Gebühren verlangt.




Die IF-Done-Order

Die IF-Done-Order kombiniert die Limitsetzung für eine Kauf- und eine Verkauf-Order. Mit der IF-Done-Order können Sie also eine erhoffte Marktbewegung durch das Eröffnen einer Position (Long) oder einen Leerverkauf (Short) nutzen und danach ihr Risiko im Falle einer gegensätzlichen Kursbewegung mit einer Stop-Order begrenzen.

Beispiel der IF-Done-Order

Der VW Kurs steht bei 112, Sie wollen aber erst kaufen, wenn der Kurs über 115 steigt. Sie setzen also einen Stop-Buy für 115. Für den Fall des Kaufes möchten Sie sich in die andere Richtung absichern und setzen ein Stopp-Loss-Limit bei 111. Steigt nun VW auf 115 wird für Sie VW gekauft. Steigt der VW-Kurs weiter läuft alles bestens und Ihr Gewinn wächst. Fällt der Kurs aber unter 111 wird Ihre Position aufgelöst und Sie vermeiden weitere Verluste.




Die OCO-Order

OCO bedeutet One Cancels Other - die eine Order storniert die andere Order.

Diese Orderart nutzen Sie am besten, wenn Sie sich in beide Richtungen der Kursentwicklung absichern wollen. Mit einer OCO-Order kann z. B. eine Limit-Order für eine Long-Position mit einer Stopp-Loss-Order für die bestehende Long-Position kombiniert werden. So können Sie im positiven Fall (steigende Kurse) bei Ihrem festgesetzten Limit verkaufen und Gewinne mitnehmen und andererseits bei fallenden Kursen Ihre Verluste mit dem Stopp-Loss-Limit begrenzen.

Beispiel der OCO-Order

Der VW-Kurs steht bei 115 und Sie halten eine offene Long-Position (Kauf-Kurs 115,20). Ihr Gewinnziel liegt bei 118 und Sie setzen eine limitierte Verkaufsorder für 118. Sollte jedoch der Kurs der VW-Aktie weiter fallen, wollen Sie Ihr Risiko begrenzen und Sie setzen einen Stopp-Loss bei 112. OCO tritt ein, wenn eine der beiden gesetzten Order-Limite erreicht und die Order ausgeführt wird. Die andere Order wird in diesem Fall gelöscht.

« CFD-Anbieter CFD-Risiko »

CFD-Orderarten. Limit. Limitierte Order. Stop-Loss. Stopp-Buy. Garantierter Stop. IF-Done-Order. Leerverkauf, Short, Kaufposition, Long. OCO-Order, One Cancels Other.

Weitere Artikel:

Beispiele
Handel
Kosten
Broker

•••••••••••••••••

News:

♦ 13.09.2017 (a4c)
Euro/US-Dollar: Mario Draghi muss sich endlich entscheiden

♦ 06.09.2017 (a4c)
DAX: Jahresendspurt voraus?

♦ 23.08.2017 (a4c)
Lufthansa: Des einen Freud ist des anderen Leid...

♦ 04.08.2017 (a4c)
Apple-Aktie: Verschnaufpause endgültig vorbei?

♦ 14.06.2017 (a4c)
Apple: Daran wird man sich erinnern...